Bubble Score Trade Alarm: Warum weitere Zinserhöhungen die Nike-Aktie einbrechen lassen werden

Liebe Crash-Trader,


unser Bubble Score-System hat eine neue Handelsmöglichkeit identifiziert, während wir die Zinssitzung der US-Notenbank in dieser Woche erwarten.


Unsere neue Empfehlung ist der Kauf von Put-Optionen auf Nike Inc. (NYSE: NKE), einem der weltweit größten Hersteller und Vertreiber von Sportschuhen und -bekleidung. Als Marke muss Nike nicht vorgestellt werden. Das Nike-Logo „Swoosh“ ist auf Sporthemden, -hosen und -schuhen allgegenwärtig. Die Marke ist in den Bereichen Basketball, Laufen, Gymnastik, Tennis, Golf und anderen beliebten Sportarten führend vertreten. Dennoch ist das Geschäftsmodell komplex und für Investoren oft schwer zu beurteilen.


Nike wurde 1964 von Bill Bowerman und Phil Knight gegründet. Der Hauptsitz befindet sich in Beaverton, Oregon. Das Unternehmen beschäftigt derzeit weltweit über 79.000 Mitarbeiter. Nike ist Bestandteil des Dow Jones Industrial Average Index und des S&P 500 Aktienindex. Der Nettogewinn liegt bei über $6 Milliarden und die Marktkapitalisierung beträgt derzeit $168 Milliarden.


Der Erfolg von Nike im Sport hat sich auch auf die Straßenmode übertragen, um genauer zu sein auf diejenigen, die nicht unbedingt Sportler sind, aber die Assoziation mit der Marke Nike schätzen. Neben dem Swoosh-Logo ist Nike international für seinen „Just Do It“ Slogan bekannt.


Trotz seines Erfolges wurde Nike immer wieder wegen seiner unmenschlichen Arbeitspraktiken und seiner Unterstützung des kommunistischen Chinas angeklagt. Ex-Vizepräsident Mike Pence beschuldigte Nike mit den kommunistischen Chinesen bei der Unterdrückung von Kundgebungen zur freien Meinungsäußerung in Hongkong zusammenzuarbeiten. Nike sieht sich auch mit Anschuldigungen konfrontiert, Kinderarbeit in Ausbeuterbetrieben in Kambodscha und Pakistan einzusetzen. Eine BBC-Dokumentation zeigte junge Mädchen, die sieben Tage in der Woche bis zu 16 Stunden am Tag in Ausbeuterbetrieben arbeiteten, um Fußbälle und andere Nike-Produkte herzustellen.


Schlimmer noch: Laut einer Menschenrechtsbeschwerde des Europäischen Zentrums für Verfassungs- und Menschenrechte ist Nike mitschuldig an der Zwangsarbeit von Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang. Bei den Uiguren handelt es sich um eine muslimische Gemeinschaft türkischer Abstammung, die von Völkermord, Zwangssterilisation und der Unterbringung in Konzentrationslagern betroffen ist, weil ihre Religion und ihre ethnische Zugehörigkeit im Widerspruch zur kommunistischen chinesischen Ideologie stehen.


Nike ist ein Indikator für die Ermessensausgaben der Verbraucher. Nur sehr wenige brauchen die Produkte tatsächlich im Alltag. Die Nachfrage basiert auf beständiger Qualität und brillantem Marketing. Doch mit diesem Image und der Qualität geht auch ein hohes Preisschild einher. Nike fällt genau in die Kategorie der Produkte, die in guten Zeiten sehr gefragt sind (mit hohen Gewinnspannen für Nike), in schlechten Zeiten aber leicht im Regal liegen gelassen werden.


Betrachtet man die jüngste Entwicklung des Nike-Aktienkurses, so ist der erste und offensichtlichste Faktor die relativ hohe Korrelation zwischen dem Nike-Aktienkurs und dem S&P 500 Index. Dies ist angesichts der hohen Kapitalisierung von Nike und der engen Verbindung zu den zyklischen Ausgaben der Verbraucher, die im Allgemeinen ein Haupttreiber der Aktienkurse sind, nicht überraschend.


Sowohl Nike als auch der S&P 500 fielen von Mitte März bis Mitte Juni im Einklang mit den Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank stark. Ende Juni durchliefen sowohl die Nike-Aktie als auch der S&P 500 eine Konsolidierungsphase, um anschließend von Anfang Juli bis Ende August kräftig anzusteigen. In dieser Zeit setzte sich das Narrativ des „Fed-Pivot“ durch. Die Marktmeinung lautete, dass sich die Wirtschaft verlangsamt, die Inflation nachlässt, die Fed die Zinserhöhungen einstellen und bis Anfang 2023 zu Zinssenkungen übergehen muss.


Da der Aktienmarkt künftige Ereignisse diskontiert, reichte das Narrativ hinsichtlich der Fed aus, um in Erwartung von Zinssenkungen eine Aktienmarktrallye auszulösen. Die Nike-Aktie war mit von der Partie.


Dieses Narrativ wurde vom Fed-Vorsitzenden Powell am 26. August 2022 in seiner Grundsatzrede auf der von der Federal Reserve Bank of Kansas City veranstalteten Konferenz in Jackson Hole in die Luft gesprengt. Powell war für einen Fed-Vorsitzenden ungewöhnlich deutlich. Er sagte, dass der Kampf gegen die Inflation das Hauptanliegen der Fed sei. Er machte deutlich, dass die Zinserhöhungen kein Enddatum besitzen und dass es ein großer Fehler wäre, die Zinserhöhungen vorzeitig zu beenden. Er benutzte ausdrücklich das Wort Schmerz, um zu beschreiben, was mit der US-Wirtschaft als Folge davon geschehen würde.


Nachdem die Marktmeinung hinsichtlich einer baldigen geldpolitischen Kehrtwende in Richtung Lockerung in Stücke gerissen wurden, legten sowohl der Markt als auch die Nike-Aktie den Rückwärtsgang ein. Die Aktien von Nike fielen von $118,00 pro Aktie am 16. August auf $104,00 pro Aktie am 16. September. Das entspricht einem Kursrückgang von 12 % in nur einem Monat.


Für die Anleger stellt sich die Frage, wie es mit der US-Wirtschaft, der Fed-Politik und der Nike-Aktie weitergeht. Die US-Wirtschaft befindet sich bereits in einer Rezession oder zumindest am Rande dazu. Im ersten Quartal 2022 lag das BIP-Wachstum in den USA bei -1,6 % (annualisiert). Im zweiten Quartal lag das Wachstum bei -0,9 %. Diese beiden aufeinanderfolgenden Quartale mit negativem BIP-Wachstum entsprechen genau der Standarddefinition einer Rezession.


Das dritte Quartal ist noch nicht zu Ende, aber die Schätzung der Federal Reserve Bank of Atlanta prognostiziert ein Wachstum der US-Wirtschaft von nur 0,5 %. Unabhängig davon, ob das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal negativ ausfällt oder ob jemals eine technische Rezession ausgerufen wird, bleibt die Tatsache bestehen, dass das Wachstum in den USA im Jahr 2022 insgesamt negativ ist und die Bedingungen für eine Rezession nach wie vor gegeben sind.


Die Geldpolitik der Fed ist nicht von der harten Linie abgewichen, die Powell in Jackson Hole vertreten hat. Die Fed wird die Zinssätze am 21. September um weitere 0,75 % anheben und es ist wahrscheinlich, dass sie die Zinssätze am 2. November um mindestens 0,50 % anheben wird. Eine weitere Zinserhöhung ist für den 14. Dezember geplant.


Mit den noch anstehenden Zinserhöhungen wird der Zielsatz der Fed von 0,0 % am 1. März 2022 bis zum Jahresende auf etwa 4,0 % steigen – ein Niveau und ein Tempo von Zinserhöhungen, wie es sie seit den Tagen von Paul Volcker in den frühen 1980er Jahren nicht mehr gegeben hat.


Die Auswirkungen einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die Fed, selbst wenn sich die US-Wirtschaft verlangsamt, sind nicht schwer vorherzusagen. Die Verbrauchernachfrage und die diskretionären Ausgaben in den USA werden massiv zurückgehen. In China, Europa und den meisten entwickelten Volkswirtschaften lässt die Nachfrage sogar noch mehr nach. Der Aktienkurs von Nike wird zusammen mit den Verbraucherausgaben fallen.


Unser Trade:


„Kauf zum Eröffnen“ der NKE 16. Dezember 2022 $95 Put-Option bis zu einem Preis von $5.50 pro Kontrakt.


Ein Limit-Kaufauftrag sollte bei Veröffentlichung zu ca. $5.20 ausgeführt werden.


Sollte NKE bis Ende September auf $90 fallen, würde die Put-Option um ca. 100 % steigen. Ein Rückgang auf $80 bis zum 16. Dezember könnte zu einem Gewinn von ca. 200 % führen.


Risikohinweis: Optionsgeschäfte können volatil sein und bergen ein hohes Risiko. Obwohl die vorgestellten Handelsempfehlungen gut recherchiert sind, ist nichts garantiert. Setzen Sie nur so viel Geld, wie Sie bereit sind zu verlieren und dessen Verlust Sie finanziell verkraften können. Denken Sie daran, dass Sie selbst entscheiden ob und wie viel Sie investieren möchten. Bitte achten Sie auf eine Risikostreuung und setzen Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen auf eine Spekulation.


Viel Erfolg bei diesem Trade!


Mit freundlichen Grüßen,


Jim Rickards

Chef Analyst, Crash Trader